Ordination o. Univ.-Prof. Dr. Georg Wick

 

Immundiagnostik

Krankheiten, an deren Entstehung das Immunsystem beteiligt ist, können entweder durch ein Defizit an humoraler und zellulärer Immunabwehr (Immunmangelerkrankungen) oder durch eine Überreaktion des Immunsystems (immunologische Überempfindlichkeitsreaktion) bedingt sein. Von unserem Labor wird das gesamte immunologische Spektrum abgedeckt.

Die Immundiagnostik umfasst die im Anforderungsformular angegebenen Tests, von denen einige, wie die funktionelle Analyse der T und B Zellaktivität sowie der Phagozyten (Granulozyten, Monozyten), wegen des großen Arbeitsaufwandes eine telefonische Voranmeldung erfordern.

Immunologische Mangelerkrankungen können einerseits angeboren (genetisch bedingt) oder erworben sein. Bei den erworbenen Immunmangelerkrankungen ist weltweit AIDS am häufigsten. In Europa spielen neben AIDS aber vor allem durch immunsuppressive Medikamente (z.B. Glucocorticoide) bedingte krankhafte Immunmangelzustände eine wichtige Rolle. Neben Defekten im Bereich des spezifischen, adaptiven Immunsystems gibt es relativ häufig auch Mangelsituationen der unspezifischen angeborenen Abwehr (engl. innate defense). Diese können beispielsweise durch den Mangel an Komplementfaktoren (C1-C9) oder quantitative bzw. qualitative Störungen des Phagozytensystems (Monozyten/Makrophagen, Granulozyten) bedingt sein. Auch diese Mangelzustände werden mittels modernster Methoden in unserem Labor abgeklärt.

Immunologische Überempfindlichkeitsreaktionen sind ebenfalls häufige Ursachen von Erkrankungen, insbesondere in Form verschiedenster Allergien, Autoimmunerkrankungen, Transplantatabstossungs- reaktionen, sowie Transplantat-gegen-Wirt Reaktionen ( engl. graft-versus-host-disease - GvHD ).

Die Abklärung dieser letzteren Erkrankungen stellt eine besondere Expertiese unseres Labors dar.